Amateurfunk-Homepage von Andy  DL1AKP

Erkennen des Amateurbandes durch Frequenzmessung

Für den Einsatz in meiner MOSFET-Endstufe brauche ich eine zuverlässige und fehlbedienungssichere Möglichkeit, das entsprechende Splitfilter am Ausgang zu schalten. Nun gibt es dafür einige Möglichkeiten:

 

1. Umschaltung per Hand (sehr fehleranfällig, man vergisst eben schnell mal was…)

2. Umschalten per BAND-DATA (nur auf wenige TRX anwendbar, z.B. YAESU)

3. Umschalten per CAT (kompliziert zu programmieren, nur auf wenige TRX anwendbar)

4. Umschalten per Frequenzmessung

 

Es gab nur die vierte Variante, welche für meinen Fall wirklich Sinn macht. Nach Recherchen im Internet fand ich nur eine einzige Schaltung. Leider war dort eine feste Zuordnung der Bänder bereits vorgesehen (160m, 80m, 40m, 30/20m, 17/15m, 12/10m), welche mit meinem bereits aufgebauten Splitfilter nicht kompatibel waren. Da eine Kontaktaufnahme mit dem OM scheiterte, gab es nur die eine Möglichkeit: Selbstbau! Amateurfunk pur. Also ran ans Werk.

 

Da ich schon einiges in Arduino programmiert und gebaut hatte, war die Wahl schnell getroffen. Einen passenden Ansatz fand ich im Internet, so programmierte ich einen ersten Test-Typ und realisierte die Schaltung auf dem Steckbrett. Nach einigen Tests funktionierte diese ganz gut und ich fertigte eine Lochrasterplatine. Diese schickte ich zu meinem Funkfreund DL2VWR, der sie auch gleich unter die Lupe nahm. Er hatte etwas zu meckern (im positiven Sinne) und so verfeinerte ich die Sache noch. Nun soll eine Leiterplatte gemacht werden, damit sie in die PA eingebaut werden kann.

 

Im weiteren Nachdenken mit Gerd, DL2VWR, reifte die Idee für eine Version bis 70 MHz.

So wird es also zwei Versionen geben:

 

Version 1:     160m bis 10m, mit acht Schaltausgängen für Relais und der Aufteilung 160m, 80m, 40m, 30m,

                     20m, 17m, 15m, 12/10m.

Version 2:    160m bis 4m, mit 12 Schaltausgängen, eine für jedes Brand: 160m, 80m, 60m, 40m, 30m,

                     20m,  17m, 15m, 12m, 10m, 6m, 4m.

 

So ist es mit der Variante 2 auch möglich, Antennen automatisch durch Erkennen der Frequenz umzuschalten, oder eben Splitfilter, Dämpfungsglieder oder… 

 

Ich arbeite mit ARDUINOs. Programmieren habe ich autodidaktisch gelernt und bin also nicht so bewandert wie ein „Programmierer“. Also mach ich es mir gern so einfach wie möglich.

Mit einem normalen, billigen ARDUINO kann ich nur Frequenzen bis 7,5 MHz messen. Das ist natürlich für unseren Fall zu wenig. Daher ist ein Vorteiler erforderlich. In Version 1 tut es ein Teiler durch 4, damit erreichen wir sicher das 10m-Band. Den realisiere ich mit einem sehr günstigen TTL-IC 74HC74.

Das reicht bei der Version 2 nicht. Hier kommen 2 TTL-IC 74AC74 zum Einsatz, welche bis über 120 MHz arbeiten und einen Teilerfaktor von 16 ermöglichen. Das ist auch hier ausreichend. Diese Schaltung wird gerade getestet mit einer kleinen Platine, da eine wilde Verdrahtung auf dem Steckbrett zum Schwingen neigte.

Das ist die erste Testplatte der Version 1. Das LED-Band ist in der fertigen Variante nicht drauf. Ist nur zum Programmieren, weil es einfach und komfortabel zu erkennen ist, welches Band gerade aktiv ist. Auch wird der ARDUINO durch einen einzelnen programmierten Controller ersetzt, sodass alles etwas kompakter aussieht. Anfangs machte das Messen der Frequenz etwas Probleme. Mittlerweile läuft es zuverlässig mit Leistungen von 2W bis 15W. Die Dauer vom Messen bis zum Umschalten auf das richtige Band beträgt etwa 4 Millisekunden.

Im Aufbau….