Amateurfunk-Homepage von Andy  DL1AKP

1200W-Kurzwellen-Endstufe von 160m bis 12m mit der Röhre GS31B oder GS1B

Das Projekt „KW-Endstufe“ begann eigentlich schon im Jahr 2011… Es ging dann aber nicht wirklich weiter bis 2014, weil es entweder nur überteuerten Schrott oder gar nichts bei den einschlägigen Flohmärkten zu holen gab. Ich war dann recht frustriert und schon fast bereit, das Projekt sterben zu lassen. Aber irgendwie will man ja auch weiter kommen. Und so habe ich dann doch noch alle Teile zusammenbekommen und es ging los.

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Ich habe zuerst das Chassis gebaut aus 4mm-Winkel-Alu. Es hat ewig gedauert, aber es wurde sehr stabil und ich bin damit absolut zufrieden. Alles hat Gewindebohrungen und die Seitenplatten und Böden können alle geschraubt werden. Das ist sehr komfortabel. Dann habe ich die Platinen für die Steuerungen und Sicherheitsschaltung geätzt. 

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Im nebenstehenden Bild sieht man erste Versuche, wie alles in’s Gehäuse passen kann…

Das Ausgangs-PI-Filter. Ausgeführt als Modul, welches mit 4 Schrauben M5 eingeschraubt werden kann. Recht massiv, aber es soll auch ewig halten...

Verdrahtung im Anfangsstadium, Seitenansicht

August 2015: Das Wetter ist super, zwischen 25 und 39°C! Da geht nicht viel mit Selbstbau, aber es geht trotzdem langsam voran. Endlich kann ich mal wieder Kabelbäume binden - ist lange her... Macht aber super Spass und sieht Spitze aus. Die Verdrahtungsarbeiten sind gut vorangekommen. Siehe Bilder.

Bilder nach der Fertigstellung der Endstufe

Fertigstellung der Endstufe war im Februar 2016.

Das Messgerät zur Anzeige der Leistung hat eine lineare Teilung. Das ist untypisch und kommt daher, das eine Leistungsmess-Schaltung mit Mikrocontroller zum Einsatz kam. Diese wurde von Dieter, DL5RDO programmiert und entwickelt.

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Wie man sieht, ist die Beschriftung des Schalters nur bis 15m. Das liegt daran, das es mit den Bändern 17m, 12m und 10m Probleme gab. Ich vermute, das es an dem Load-Drehko liegt. Hier ist die Montage und der Schleifkontakt nicht optimal. Auch die Anfangs-Kapazität bei 10m ist zu hoch. So wird wohl 10m überhaupt nicht gehen, was für mich nicht weiter schlimm ist. Bezüglich der Probleme auf 17m und 12m will ich einen anderen Load-Drehko einbauen, welcher ein Vakuum-Plattendrehko Schweizer Bauart ist. Damit sollte es besser gehen.

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Das Netzteil befindet sich unter dem Tisch in einem separatem Gehäuse. Die Verbindung erfolgt über ein spezielles Kabel mit Hochspannungsstecker und mehreren Sicherheitsmechanismen. Hochspannung tötet!

Anfang 2018:  Ich habe den Schweizer Drehkondensator nun mit dem HV-Tester überprüft und die Spannungsfestigkeit liegt bei 4000V DC. Das ist weit genug für die Load-Seite, so kann der Umbau beginnen.

Mai 2018: Im rechten Bild ist die Stelle in der PA zu sehen, an der vorher der normale Platten-Drehko war. Hier kommt der neue Vakuum-Drehko rein. Im rechten Bildteil ist schon die Befestigung zu sehen.

Hier sieht man den Drehkondensator im eingebauten Zustand, kurz vor dem Wiederzusammenbau der Endstufe. 

Das Aluminium-Gehäuse ist die Masse und Schirmung, der andere Anschluss ist links. 

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Nun kann ein erster Test erfolgen. Vorher muss noch eine passende, HF-taugliche Achsverlängerung gefunden werden.

Die Zusatz-Kondensatoren bei den Bändern 40m, 80m und 160m waren nur suboptimal. Deshalb habe ich es noch einmal geändert. Das Ergebnis sieht man rechts. Nun ist der Wert optimal, um an einer Antenne mit 50 Ohm Impedanz den Abstimmpunkt etwa bei 50% des Antennen-Drehko zu haben. Neuer Test…

So sieht es nun nach Fertigstellung der Änderungen aus. Alles geht auch wieder.

25. Mai 2018:  Ergebnis des Tests nach den Änderungen. 

Ansteuerung der PA mit genau 50W HF vom FT-1000D.

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160m:        850W    

80m:        780W

40m:        750W

30m:        850W

20m:        700W

17m:        950W

15m:        800W

12m:        850W

Das Projekt ist beendet, die Endstufe arbeitet wie gewünscht, die ca. 1200W mit 100W Ansteuerung werden auch spielend erreicht. Im Einsatz ist sie nur bei Bedarf. Ich mache kein DX mehr, daher ist auch keine PA zwingend erforderlich. Warum habe ich sie dann gebaut? Für den Fall, das ich mal eine Endstufe brauche. Und weil es Spaß macht, etwas für das Hobby selbst zu bauen…