Amateurfunk-Homepage von Andy  DL1AKP

Nach Fertigstellung des ARDUINO-Morsetelegrafiegebers habe ich Gefallen an diesem Mikrocontroller-Baustein gefunden. Auch die Programmiersprache ist nicht zu schwer... Wenn auch schwerer als BASIC. Aber man braucht ja auch eine Herausforderung. So kann man im Bedarfsfall auch was am Gerät umprogrammieren.

OM Goody, K3NG, der Entwickler des von mir nachgebauten Morse-Gebers (siehe hier) hat auch ein Rotor-Steuergerät mit einem ARDUINO programmiert. Dieser kann manuell mit Tasten bedient werden als auch über den PC und hat ein LCD-Display. Solche Displays sind einfach Klasse! Auch mein Logbuch-Programm unterstützt dieses Steuergerät, so sollte es keine Probleme geben.

Nun geht es an die Umsetzung. Das Original-Steuergerät soll natürlich als Ersatz bei Fehlern oder Defekt erhalten bleiben. Also erst mal auf dem Steckbrett zusammenbauen, und schauen, was passiert.. Diese Bauweise hat sich beim Morse-Keyer bewährt. Hier ein Foto...

Wie man sieht, wird der Haupt-Trafo und Hilfstrafo (mein Rotor hat einen 26V-Wechselspannungs-Motor) nur bei Bedarf eingeschaltet (kontaktlos, über Halbleiter-Relais). Dies reduziert den Stromverbrauch auf fast Null (Nur der Arduino braucht Strom über den USB-Anschluß des Rechners) und vermeidet das permanente Brummen des Trafos. In der rechten Hälfte des Bildes ein Hilfstrafo für die Relaisspannung und die beiden Relais. Dies soll im fertigen Gerät dann ebenfalls kontaktlos über Halbleiter-Relais geschaltet werden.

Erste Tests mit meinem Logbuch-Programm verliefen fehlerfrei. Der Rotor arbeitet wie gewünscht. Auch die manuelle Ansteuerung über die beiden Tasten funktioniert. Weiterhin ist eine Parkfunktion enthalten, diese wird mit dem Taster “Sturm” aktiviert. Danach fährt der Rotor auf die Stellung 340° - was bei mir bei Sturm am günstigsten ist.

November 2013: Mittlerweile ist das Gerät komplett fertig und läuft im Probebetrieb. Anfangs gab es Probleme - das Display zeigte manchmal fehlerhaft an. Als Verursacher stellte sich eine nicht entstörte Leuchtstofflampe heraus. Nach ordnungsgemäßer Entstörung ist dieser Fehler beseitigt. Auch wurden jetzt kaum noch Beeinflussungen durch HF-Einstrahlungen festgestellt. Dieser Test läuft aber noch.

Sämtlich alle benötigten Teile befinden sich in dem Gehäuse, auch der Haupt-Trafo für den Rotor-Motor. dadurch konnte das Original-Steuergerät komplett entfallen. Es sieht nun sehr aufgeräumt aus. Man kann das Gerät als fertig und ausgereift bezeichnen.

April 2014: Die HF-Einstrahlungen wurden beseitigt, durch zwei weitere Klappferrite auf der internen Verdrahtung und dem Rotor-Kabel. Aber ein weiteres Problem trat auf: Beim Einschalten des Haupt-Trafos gibt es offensichtlich starke magnetische Störimpulse. Diese führten zur Störung des Displays. Das äussert sich darin, das bei Ein- oder Abschalten des Haupt-Trafos oft sinnlose Zeichen im Display angezeigt werden.

Verbessert  werden konnte dies erst durch Einsatz von 100nF-Kondensatoren von +UB und CONT des Displays nach Masse sowie je 4,7k Widerstände von folgenden Pins des Displays nach Masse: E, RS, DB4, DB5, DB6, DB7 und CONT. Der Dauertest läuft noch. Es treten immer noch vereinzelt Störungen  auf.

Juli 2014: Die Probleme mit dem Haupt-Trafo sind nun auch endgültig beseitigt. Dank eines Hinweises von meinem Funkfreund Karl, OE3KAB, ist mir auf die Sprünge geholfen worden. Es wurde in der Primärseite eine Anlaufstrom-Begrenzung eingefügt. Dies geschah durch einen NTC 120 Ohm / 7 Ampere. Nun geht alles absolut fehlerfrei!

Oktober 2017: Ich habe keinen Beam mehr, und auch keinen Gittermast. Daher muss keine Antenne mehr gedreht werden. Der Rotor-Controller ist samt Mast verkauft… Er funktionierte fehlerfrei bis zum letzten Tag.